Wenn Reifen zweimal im Jahr gewechselt werden, wird ihre Lagerung wichtiger, als viele denken. Reifen mögen keine extreme Hitze, keine starke Sonne, keine Ölspuren und auch keine feuchte Zufalls-Ecke im Schuppen.
Vor der Lagerung lohnt es sich, die Reifen zu waschen und trocknen zu lassen. Das ist nicht nur eine Frage der Optik. Schmutz, Salz und Bremsstaub sollten nicht monatelang auf Reifen oder Felgenoberflächen bleiben.
Wenn die Reifen auf Felgen montiert sind, können sie je nach Situation meist gestapelt oder aufgehängt gelagert werden. Ohne Felgen ist es in der Regel besser, sie stehend aufzubewahren und ihre Position gelegentlich zu verändern. Das verringert das Risiko von Verformungen.
Der Luftdruck in montierten Reifen muss nicht auf Maximum stehen, aber komplett leer sollten sie auch nicht gelagert werden. Ein moderater Druck hilft, die Form zu erhalten. Wenn du Reifensäcke verwendest, sollten die Reifen sauber und trocken gelagert werden und nicht dicht verschlossen neben einem heißen Heizkörper.
Vermeide direkte Sonne und große Temperaturschwankungen. Ein dunkler, trockener und eher kühler Raum ist meist die beste Wahl. Eine Garage kann gut funktionieren, solange sie nicht ständig feucht ist und nicht voller chemischer Dämpfe hängt.
Am Ende der Saison ist es außerdem sinnvoll zu notieren, auf welcher Achse jeder Reifen montiert war. Das erleichtert die Montage in der nächsten Saison und eine mögliche Rotation. Eine kleine Markierung hilft später dabei, Verschleißbilder deutlich klüger zu beurteilen.
Richtige Lagerung ist nicht kompliziert, aber ihr Nutzen zeigt sich selten sofort. Es ist eine dieser Pflegegewohnheiten, deren Wert man erst nach ein oder zwei Jahren erkennt, wenn der Reifensatz besser erhalten ist als ein achtlos gelagerter Satz.