Den Motorölstand zu prüfen gehört zu den wichtigsten kleinen Aufgaben, die jeder Autobesitzer selbst lernen kann. Trotzdem machen es viele zum falschen Zeitpunkt oder auf die falsche Weise, was entweder unnötige Sorge oder zu viel Sicherheit erzeugt.
Stelle das Auto zuerst auf möglichst ebenen Untergrund. Wenn das Fahrzeug schräg steht, kann die Anzeige täuschen. Überlege dann, ob der Hersteller empfiehlt, bei kaltem Motor oder einige Minuten nach dem Abstellen zu messen. In vielen Fällen ist es sinnvoll, dem Öl Zeit zu geben, zurück in die Ölwanne zu laufen.
Zieh den Peilstab beim ersten Mal heraus, wische ihn sauber und stecke ihn erst dann wieder ganz hinein. Erst die zweite Messung liefert ein verlässlicheres Ergebnis. Wenn du den ersten Zug sofort bewertest, kann Öl verschmiert sein und die Grenze unklar wirken.
Das Ziel ist nicht immer, das Öl genau auf der Maximalmarke zu halten. Wichtig ist, dass es zwischen Minimum und Maximum bleibt und möglichst stabil ist. Ein zu niedriger Stand ist riskant, aber auch Überfüllen ist keine gute Idee.
Wenn du sehr oft Öl nachfüllen musst, lohnt es sich, die Ursache zu finden, statt sich einfach daran zu gewöhnen. Es kann normaler Verbrauch sein, aber auch ein Leck oder ein anderes technisches Problem.
Wenn du Öl nachfüllst, mach das in kleinen Mengen. Gieße etwas ein, warte, prüfe erneut und entscheide erst dann, ob mehr nötig ist. Genau hier entstehen viele Überfüllungsfehler, weil Menschen eher nach Augenmaß als durch wiederholtes Prüfen handeln.
Ölkontrollen erfordern keine besonderen Mechanikerfähigkeiten, aber eine ruhige Vorgehensweise. Wenn daraus eine monatliche Gewohnheit wird, bemerkst du Veränderungen am Motor viel früher, als wenn du dich nur auf eine Warnleuchte verlässt.