Viele Fahrer orientieren sich bei der Wartung nur am Kilometerstand, doch das zeigt nicht immer das ganze Bild. Wenn ein Auto wenig gefahren wird, bedeutet das nicht, dass Öl und andere Flüssigkeiten nicht altern. Zeit, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit wirken auch dann, wenn das Auto viel steht.
Kurzstrecken sind für den Motor tatsächlich recht belastend. Ein Kaltstart bedeutet, dass das Öl noch nicht die richtige Betriebstemperatur erreicht hat und die Schmierung nicht ideal ist. Wenn das Auto ständig nur kurze Strecken fährt, wird der Motor oft schon wieder abgestellt, bevor er richtig warm geworden ist.
Wenn ein Auto lange steht, können sich Kondenswasser und Feuchtigkeit im Motor ansammeln. Das beeinflusst die Eigenschaften des Öls und kann seine Schutzwirkung mit der Zeit verschlechtern, selbst wenn kaum Kilometer dazukommen.
Eine gute Faustregel ist, nicht nur auf den Kilometerstand, sondern auch auf die Zeit zu achten. Wenn der Hersteller zum Beispiel 10.000 km oder 12 Monate vorgibt, sind beide Grenzen wichtig. Auch wenn die Kilometer nicht erreicht werden, ist ein Ölwechsel mindestens einmal pro Jahr sinnvoll.